Steinfelder

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Taschenuhr „J. Roberts S217 London“

Eine technische Prüfung durch einen Uhrmachermeister wird empfohlen, um Funktion und Materialqualität zu bestimmen. Eine museale Expertise oder weiterführende Provenienzforschung könnte den dokumentarischen und materiellen Wert des Objekts deutlich erhöhen.

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Taschenuhr „J. Roberts S217 London“
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Diese authentische englische Taschenuhr aus dem 19. Jahrhundert trägt die Gravur „J. Roberts S217 London / Storer’s“ und lässt sich auf eine ursprünglich in London gefertigte Arbeit zurückführen. Das Gehäuse zeigt die Stadtpunze Leopard’s Head mit Krone, die ausschließlich zwischen 1719 und 1740 verwendet wurde. Dies bestätigt eine Herstellung oder Prüfung vor 1821, stilistisch datierbar um 1739. Eine originale Papieretikette im inneren Deckel mit dem fragmentarischen Jahresvermerk „1739“ weist auf eine historische Werkstattprüfung oder Reparatur hin – eine gängige Praxis der damaligen Uhrmacherei.

Die Uhr besitzt eine mehrteilige Gehäusestruktur mit einem abnehmbaren äußeren Schutzgehäuse, einem vorderen Deckel als erster Öffnung sowie einem hinteren Deckel über dem Uhrwerk. Diese Komponenten wurden im Verlauf der Jahrzehnte erhalten, ergänzt oder angepasst. Eine erneute Prüfung und Überarbeitung erfolgte im Jahr 1892, belegt durch den Jahresbuchstaben „R“ in quadratischer Kartusche sowie den Lion Passant für Sterling Silver (925), verwendet ab 1822. Wahrscheinlich wurden dabei Teile des Gehäuses oder des Uhrwerks ersetzt oder ergänzt, wobei originale Elemente bewahrt blieben.

Die Gravur „J. Roberts S217 London / Storer’s“ deutet auf eine Kooperation zwischen dem Uhrmacher J. Roberts und dem Händler Storer’s hin, vermutlich im Rahmen einer individuellen Bestellung oder Wiedervermarktung. Die massive Silberkette trägt die Punze „800“, was einem Silberanteil von 80 % entspricht – typisch für kontinentale Fertigung aus Deutschland oder der Schweiz und wahrscheinlich im späten 19. Jahrhundert hinzugefügt.

Das fein gearbeitete Uhrwerk zeigt florale und ornamentale Gravuren mit einer zentralen Rosette auf der Balancebrücke – ein Hinweis auf hochwertige Handwerkskunst. Das versilberte Gehäuse besitzt einen geprägten Innenboden und eine originale Papierauskleidung. Das weiße Zifferblatt mit römischen Zahlen und klassischem Zeigersatz ist gut erhalten. Das Gesamtgewicht beträgt etwa 164 Gramm, was auf eine robuste Verarbeitung und möglicherweise vergoldete Komponenten im Uhrwerk schließen lässt; eine fachliche Prüfung wird empfohlen.

Der Gehäusedurchmesser beträgt 2,5 × 6 cm, die Kettenlänge etwa 24 cm. Verwendete Materialien sind versilbertes Metall, Messing (Uhrwerk), Glas und eine Kette aus 800er Silber.

Der technische Zustand wurde nicht geprüft; die Uhr wird als Sammler- und Dekorationsobjekt angeboten. Das Gehäuse zeigt altersbedingte Gebrauchsspuren und eine authentische Patina, das Zifferblatt weist nur leichte Alterungsspuren auf.

Zu den besonderen Merkmalen zählen die Gravur „J. Roberts S217 London / Storer’s“, sichtbare Uhrwerkskomponenten wie Balancebrücke, Räderwerk und Schrauben, die originale Papieretikette mit Servicevermerk „1739“, historische Punzen (Leopard’s Head mit Krone, Lion Passant, Jahresbuchstabe „R“) sowie ein zoomorphes Symbol – stilisiert als Greif, Drache oder Vogel – auf beiden rückseitigen Gehäusedeckeln. Dieses Motiv ist vermutlich als Werkstattmarke oder heraldisches Zeichen zu deuten und typisch für die Londoner Gravurkunst des 18.–19. Jahrhunderts. Mehrfach eingravierte Initialen „WG“ sind wahrscheinlich Werkstatt- oder Kontrollzeichen.

Gewicht 0,164 kg
Größe 2,5 × 6 cm

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